Bezirksverband Oberbayern im Bayerischen Schachbund e.V.
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Durchführungsbestimmungen der Mannschaftsmeisterschaft U16

Fide-Regeln

In allen Kämpfen wird nach den derzeit gültigen Regeln der FIDE gespielt.

Turnierordnung

Es gilt ausnahmslos die Turnierordnung des Bezirkes Oberbayern. Sofern Sachverhalte nicht explizit unter den Artikeln zu finden sind, die die Jugend bzw. Jugendmannschaftsmeisterschaften betreffen, sind sinngemäß die allgemeinen Bestimmungen anzuwenden.

Durchführungsbestimmungen

Sofern Sachverhalte nicht durch die Anwendung der FIDE-Regeln oder der Turnierordnung eindeutig geregelt sind, gelten die folgenden Durchführungsbestimmungen. Diese werden vom Spielleiter festgelegt und sind für alle Mannschaften und Spieler bindend.

Meldung der Mannschaft

Abgabe der Mannschaftsaufstellungen

Die Mannschaftsaufstellungen sind bis spätestens Sonntag, 17.09.2017 im Ligamanager einzutragen.
Die Mannschaftsaufstellung muss enthalten:

1. Name, Anschrift, Rufnummer(n) und Email des Mannschaftsführers
2. Name, Anschrift und Rufnummer des Spiellokals, eine kurze Wegbeschreibung sollte ebenfalls mit dabei sein.
3. Reihung der Spieler (s. Spielerliste)

Spielerliste

Eine Mannschaft muss mindestens vier Spieler melden. Die Spieler mit den Brettnummern 1 bis 4 heißen Stammspieler, die Spieler ab Brettnummer 5 Ersatzspieler. Die mögliche Anzahl der Ersatzspieler ist nicht begrenzt.

Die Eingabe der Spieler und deren Reihenfolge erfolgt im Ligamanager.

Teilnahmeberechtigung

Teilnahmeberechtigt sind nur Jugendliche, die bis zum 1.1.2018 das 16. Lebensjahr noch nicht vollendet haben.
Die Spieler(innen) müssen für den Verein aktives Spielrecht besitzen. Jeder Verein ist darüber selbst verantwortlich und kann sich nicht auf die Kontrolle durch den Spielleiter verlassen.
Wird eine fehlerhafte Aufstellung abgegeben, so ist der Spielleiter berechtigt, nicht spielberechtigte Spieler aus dieser Aufstellung zu streichen!
Der Einsatz eines solchen Spielers in einem Mannschaftskampf hat den sofortigen Verlust mit 0:2 Punkten und 0:4 Brettpunkten zur Folge!

Nachmeldungen von Spielern

Wird nach dem Abgabetermin der Mannschaftsmeldungen ein Spieler nachgemeldet, so ist dieser an die letzte Position der Aufstellung zu setzen.
Der Spieler darf erst eingesetzt werden, wenn dieser vom  Referenten für Mitgliedererfassung, eine Freigabe erhalten hat.

Bei Einsatz von ausländischen Spielern sind die Bestimmungen der BSJ zu beachten!

Die Nachmeldung ist vor dem ersten Einsatz dieses Spielers dem Spielleiter schriftlich mitzuteilen.
Der Einsatz eines nicht spielberechtigten Spielers hat den Verlust des Wettkampfes mit 0:2 Mannschafts- und 0:4 Brettpunkten zur Folge.
Setzen beide Mannschaften jeweils einen nicht spielberechtigten Spieler ein, so wird der Wettkampf mit 0:0 Mannschafts- und 0:0 Brettpunkten gewertet.

Der nachgemeldete Spieler ist spielberechtigt, wenn er in der offiziellen Mannschaftsaufstellung im Ligamanager verzeichnet ist oder anderweitig eine Genehmigung des Spielleiters vorliegt.
Die Mannschaftsaufstellungen der einzelnen Vereine sind im Ligamanager einzusehen.

Wenn Sie einen Spieler nachmelden wollen, so gehen Sie am besten wie folgt vor:

Schritt 1 - Spielrecht beantragen

Beantragen Sie sofort beim  Referenten für Mitgliedererfassung das aktive Spielrecht. Dies kann einmal als Neuanmeldung geschehen, falls der Spieler bisher noch nie für einen anderen Verein gespielt hat.
Falls der Spieler von einem anderen Verein kommt, muss entsprechend eine Freigabe vorliegen. Zudem ist hier auch die Turnierordnung zu beachten.

Schritt 2 - Nachmeldung

Sobald Sie vom  Referenten für Mitgliedererfassung eine entsprechende Nachricht erhalten haben, ist der Spieler teilnahmeberechtigt. Leiten Sie dem Spielleiter bitte diese Erklärung zusammen mit der Nachmeldung weiter. Der nachgemeldete Spieler ist am Ende der bisherigen Mannschaftsmeldung einzutragen.
Haben Sie mehrere Spieler gleichzeitig nachzumelden, können Sie entscheiden, in welcher Reihenfolge die nachgemeldeten Spieler einzutragen sind.

Schritt 3 - Spielberechtigung

Der Spieler ist dann Spielberechtigt, wenn er auf der Homepage des Bezirks in Ihrer Mannschaftsaufstellung gepostet ist.
Bei kurzfristigen Vorgängen genügt aber auch eine entsprechende Mail durch den Spielleiter oder auch die mündliche Einverständniserklärung.
Sollte sich nachträglich herausstellen, dass die Teilnahmeberechtigung nicht vorhanden war, so wird wie o.a. verfahren.

Spielverlegung

- aufgrund gegenseitigen Einvernehmens

Eine Spielverlegung setzt in allen Fällen eine Einigung der beiden Vereine voraus. Beide Vereine müssen den  Spielleiter vor dem neuen Termin informieren, am besten eine entsprechende Email senden, aus der hervorgeht, dass eine Einigung zustande kam.
Eine Vorverlegung ist immer zulässig, eine Verlegung des Kampfes nach dem Rundentermin bedarf der Zustimmung des Spielleiters.

- aufgrund Anordnung des Spielleiters

Ein gedrängter Terminplan macht es häufig unmöglich, die Interessen aller beteiligten Mannschaften ausreichend zu berücksichtigen. Daher ist es möglich, dass es zu Terminkollisionen mit Veranstaltungen von BSB und BSJ kommt.
Vereine können daher vom Spielleiter eine Verlegung verlangen, wenn am Spieltag Spieler am BSJ-Kader teilnehmen wollen oder sonstige wichtige schachliche Ereignisse stattfinden.
Sofern mit dem Gegner keine Einigung zustande kommt, entscheidet der Spielleiter unter der Wahrung der Interessen beider Vereine über einen geeigneten Nachholtermin.

Strafbestimmungen

Wurde der Spielleiter nicht über eine Spielverlegung informiert, so haben beide Vereine wegen Verstoßes gegen die Meldefrist 15,- € zu bezahlen.
Erfolgt die Verlegung gegen die Zustimmung des Spielleiters, so gelten beide Vereine als nicht angetreten. Der Kampf wird dann mit 0:0 Mannschafts- und 0:0 Brettpunkten gewertet.

Eine Verlegung gilt offiziell als bestätigt, wenn dies der Spielleiter beiden Mannschaften schriftlich mitgeteilt hat oder die Verlegung offiziell auf der Homepage erscheint.

Schiedsrichter

Vor Beginn des Wettkampfes ist ein Schiedsrichter zu bestimmen, dieser sollte mindestens im Besitz einer Turnierleiterlizenz sein.
Beide Mannschaften können Schiedsrichter vorschlagen, kommt keine Einigung zustande, benennt der Heimverein den Schiedsrichter.
Hierbei sei auf § 3.5 der TO verwiesen, nach der Schiedsrichter mit mindestens Turnierleiterlizenz vorzuziehen sind!
Dies bedeutet:

- Von beiden Vereinen sind Personen mit Turnierleiterlizenz anwesend:
Heimverein benennt bei Nichteinigung den Schiedsrichter

- Nur der Heimverein hat eine Person mit Turnierleiterlizenz dabei:
Heimverein stellt diese als Schiedsrichter

- Nur der Gastverein hat eine Person mit Turnierleiterlizenz dabei:
Gastverein stellt diese als Schiedsrichter

- Von beiden Vereine hat keine der anwesenden Personen Turnierleiterlizenz:
Heimverein benennt bei Nichteinigung den Schiedsrichter

Wettkampfbeginn

Allgemeiner Spielbeginn

Alle Wettkämpfe beginnen an den festgesetzten Tagen um 14.00 Uhr. Es steht den Vereinen allerdings frei, einen Termin vor 14.00 Uhr zu vereinbaren. Ein nach 14.00 Uhr vereinbarter Beginn bedarf der Zustimmung durch den Spielleiter. Sofern bei Nachholterminen nichts anderes zwischen den Vereinen vereinbart wurde, kann bei Samstagsterminen ebenfalls von Spielbeginn 14.00 Uhr ausgegangen werden.

Wartepflicht

Die Wartepflicht beträgt eine Stunde.

Trifft eine der beiden Mannschaften bis zum Ablauf der Wartefrist nicht ein, so hat diese den Wettkampf mit 0:2 Mannschafts- und 0:4 Brettpunkten verloren.

Bei schuldhaftem Nichtantreten erfolgt gemäß Turnierordnung neben einer Geldstrafe von 50 Euro auch ein Abzug von zwei Punkten für die kommende Saison!

Bei entsprechenden Härtefällen (Witterung, höhere Gewalt) kann der Wettkampf durch den Spielleiter neu angesetzt werden.

Spielberichtskarte

Spätestens 5 Minuten vor Wettkampfbeginn muss dem Schiedsrichter die Spielberichtskarte mit den Aufstellungen beider Mannschaften vorliegen. Anzugeben ist bei jedem Spieler die Brettfolgenummer aus der Mannschaftsaufstellung sowie Name und Vorname.

Der Schiedsrichter prüft, ob je Spieler beide Daten vorliegen. Für die ordnungsgemäße Mannschaftsaufstellung ist aber alleine der Mannschaftsführer verantwortlich, eine fehlerhafte Brettbesetzung kann also nicht dem Schiedsrichter angelastet werden.

Eine Mannschaftsaufstellung kann nach Freigabe der Bretter nicht mehr geändert werden, selbst wenn offensichtliche Mängel wie fehlerhafte Brettreihenfolge oder nicht teilnahmeberechtigter Spieler danach festgestellt werden.

Mobiltelefone

Aufgrund Art. 11.3 b) der ab 01.07.2014 gültigen FIDE-Regeln

Während des Spiels ist es einem Spieler verboten, ein Mobiltelefon und/oder ein anderes Kommunikationsmittel bei sich zu haben. Wenn es offenbar ist, dass ein Spieler ein solches Gerät in das Turnierareal gebracht hat, verliert er die Partie.
Der Gegner gewinnt die Partie. Das Turnierreglement kann eine andere, weniger strenge Bestrafung vorsehen.


legt die Spielleitung hier für die Schiedsrichter fest:

1. Hinweis vor Turnierbeginn

Der Schiedsrichter weist unmittelbar vor Beginn des Wettkampfes auf das Verbot von Mobiltelefonen im Turnierareal hin. Es empfielt sich, sofern vorhanden, einen Raum zu benennen, der nicht zum Turnierareal gehört und in dem derartige Geräte aufbewahrt werden können, bis die Partie beendet ist.

2. Pflichten der Spieler

Die Spieler müssen mitgebrachte Mobiltelefone ausgeschaltet einer nicht am Wettkampf teilnehmenden Person übergeben.
Die Benutzung des Mobiltelefons während der Partie ist generell verboten. Ausnahmen bedürfen der ausdrücklichen Genehmigung durch den Schiedsrichter. Dabei ist es unerheblich, ob bei Benutzung des Mobiltelefons das Turnierareal verlassen wird.

3. Pflichten der Betreuer

Die Betreuer müssen, solange sie sich im Turnierareal befinden, ihre Mobiltelefone ebenfalls ausschalten. Sie unterstützen den Schiedsrichter bei der Umsetzung der hier angegebenen Bestimmungen.

4. Bestrafungen

Ein Spieler, dessen Mobiltelefon sich während der Partie im Turnierareal bemerkbar macht oder der ein solches benutzt, hat seine Partie sofort verloren und bekommt 0 Punkte. Sein Gegner bekommt einen Punkt, es sei denn, dass es diesem nicht mehr möglich ist, eine Mattstellung herbeizuführen. In diesem Fall endet die Partie mit 0,0:0,5.
Ein Spieler, der ein Mobiltelefon ins Turnierareal bringt, ist zu verwarnen und es dafür Sorge zu tragen, dass er seinen unter 2. beschriebenen Pflichten nachkommt.

Ein Zuschauer, dessen Mobiltelefon läutet, ist des Turniersaales zu verweisen.
Verhängt ein Schiedsrichter eine der o.a. Strafen, so hat er zusätzlich den Spielleiter darüber zu informieren.

Zeitkontrolle

Die Bedenkzeit je Spieler beträgt 90 Minuten für 40 Züge, 30 Minuten für den Rest der Partie, zuzüglich 30 Sekunden Zeitgutschrift je Zug (Fischer kurz). Es besteht stets Notationspflicht.

Digitale Uhren sind unabdingbar, der Modus Fischer kurz muss eingestellt werden können.

Die Uhren sollten so aufgestellt sein, dass der Schiedsrichter sie alle jederzeit im Blick hat. Der Schiedsrichter ist daher berechtigt, die Sitzordnung der einzelnen Spieler festzulegen.
Ein Recht des Spielers mit den schwarzen Steinen, zu bestimmen, auf welcher Seite des Brettes die Uhr steht, gibt es nicht!

Ergebnismeldung

Das Ergebnis muss bis 8 Stunden nach dem offiziell festgesetzten Spielbeginn durch den Heimverein in den Ligamanager eingetragen werden.
Sollte die Eintragung in den Ligamanager technische Probleme bereiten, so ist das Ergebnis dem  Spielleiter durch den Heimverein per EMail oder Fax zu melden.
Ist keine Email- oder Fax-Möglichkeit vorhanden, so ist das Ergebnis (Mit den Namen und Ergebnissen an den einzelnen Brettern) fernmündlich ebenfalls bis 8 Stunden nach Spielbeginn dem Spielleiter mitzuteilen.

Dies gilt auch für Nachholtermine!

Die Wettkampfkarte ist nur im Protestfall durch den Heimverein an den Spielleiter zu senden, ansonsten ist sie bis drei Monate nach Ende der letzten Runde aufzubewahren.

Die Überschreitung des Meldetermins wird mit 15,- € bestraft.


© M. Walter
Letzte Änderung: 29.08.2017